Thesen-Tür für Politikerfrühstück

Thesen-Tür für Politikerfrühstück

Stadtmission Zwickau e.V.
Sonstige Hilfen
Sachsen
Die Diakonie Stadtmission Zwickau veranstaltete das Politikerfrühstück 2017 angelehnt an den Thesenanschlag Martin Luthers mit „neu“-reformatorischen Thesen der Wohnungsnotfallhilfe. Eingeladen waren Politiker von Bundes-, Landes-, und Kreisebene. Carsten Körber (CDU) und Sabine Zimmermann (DIE LINKE) von der Bundesebene, Jan Löffler (CDU), Kerstin Nicolaus (CDU), Ines Springer (CDU), Mario Pecher (SPD) vom Sächsischen Landtag und Dr. Michael Luther (CDU) und Andreas Weigel (SPD) als Vorsitzende der jeweiligen Kreistagsfraktionen waren gekommen, um mit den Verantwortlichen der Stadtmission Zwickau zu diskutieren. Einladende war die Vorstandvorsitzende der Stadtmission Zwickau, Gabriele Floßmann. Zusammen mit dem Leiter der Wohnungsnotfallhilfe, Herrn Richter und der Leiterin der Asyl- und Flüchtlingshilfe, Frau Lindner sowie dem Leiter der Sozialdiakonischen Kinder- und Jugendhilfe, Herrn Börner wurde das Thema in drei Thesen umrissen. •These | Nicht jeder, der eine Wohnung braucht, bekommt eine •These | Anerkannte Asylbewerber sind die Wohnungslosen von morgen •These | Die Anzahl der Jugendlichen, die überhaupt keine Perspektive haben, nimmt zu – sie bedürfen einer intensiveren Betreuung und altersgerechtere Rahmenbedingungen Vor allem viele Rückfragen an die Fachkollegen der Stadtmission bestimmten das angeregte Gespräch miteinander. Wohnungsnotfälle werfen in allen benannten Arbeitsgebieten zunehmend Fragen auf, die nicht nur auf lokaler Ebene, sondern auch auf Landes- oder Bundesebene Beachtung benötigen. Anhand von einigen Fallbeispielen wurden die Herausforderungen in der Praxis deutlich. Am Ende lud die Stadtmission die Anwesenden zu einem persönlichen Statement jedes Einzelnen ein, das in schriftlicher Form auf die vorbereiteteTür geklebt werden konnte. Die Verknüpfung der Aktion mit dem Politikerfrühstück war aus thematischer Sicht sehr naheliegend. Die Tür der Stadtmission Zwickau wird Teil der Ausstellung zur Reformation im Rathaus Zwickau ab 8. Mai 2017 sein. In der Ausstellung selbst wird es die Möglichkeit für die Besucher geben, selbst in Aktion zu treten und eigene Statements hinzufügen. Dadurch entsteht aus dem ursprünglichen Ansatz eines Diakoniestatements in Form einer Tür, eine Art Plattform, auf der zusätzlich politische Verantwortungsträger und auch Bürgerinnen und Bürger zu Wort kommen. Am 16. Mai 2017 werden wir ein Abbild der Tür zusammen mit einer ganzen Reihe anderer spannender Diakonie-Exponate dem Truck des „Europäischen Stationenweges“, der auf dem Zwickauer Hauptmarkt Halt machen wird, mit nach Wittenberg zur Weltausstellung geben.